Das jüdische Viertel Kazimierz

Heute ein kleiner beschaulicher Stadtteil von Krakau, früher eine eigenständige Stadt – Kazimierz. Der südöstlich gelegene Stadtteil, der direkt an der Weichsel gelegen ist, wurde früher von einem Arm der Weichsel von dem restlichen Stadtgebiet getrennt. Das Stadtgebiet Kazmierz ist benannt nach dem König Kasimir dem Großen, der die Stadt 1335 gründete.
Jüdische Familien siedelt sich hier im 14 Jahrhundert an und es entstand ein jüdisches Viertel, mit einem unverwechselbaren, vom jüdischen Leben geprägtes Stadtbild. Es entstanden in dieser Zeit mehrere Synagogen, sowie ein jüdischer Friedhof, die bis heute noch erhalten sind. Die Bevölkerung Kazimierz war bis 1941 überwiegend jüdischer Herkunft.
Während der deutschen Besatzung wurde die Bevölkerung in das Ghetto Krakau in Podgórze umgesiedelt. Das Viertel verlor durch die Jahre seinen Charme. Erst nach der Verfilmung „Schindlers Liste“, der in Kazimierz gedreht wurde, erwachte der Stadtteil zu neuem Leben.
Sehenswert ist in Kazimierz, das alte Rathaus aus dem 16 Jahrhundert, das heute ein Ethnographische Museum ist.
Gegenwärtig besticht das ganze Viertel mit seinem neu erworbenem Charme.